Eine eintönige Tätigkeit ist für viele tägliche Realität. Ganz gleich, ob Sie während der Arbeit laufen oder sitzen, falsche und immer wiederkehrende Bewegungen können zu Verpsannung und Unausgeglichenheit in den Muskeln führen. Oft führt das zu Fehlhaltungen, Gelenk- und Muskel- oder Kopfschmerzen sowie Energielosigkeit.
Wenn Sie eine falsche Körperhaltung im Rücken haben, wird sich das nicht nur auf den Rücken negativ auswirken. Schultern, Ellenbogen, Handgelenke, Hüfte, Knie und die Gelenke in den Füßen können ebenfalls in hohem Grade von falscher Nutzung des Rückens und der umliegenden Muskelgruppen betroffen sein. Unnötige Muskelverspannungen ist das Ergebnis unzureichender Blutzufuhr in den betroffenen Muskeln, was einen Sauer- und Nährstoffmangel bedeutet. Außerdem sammeln sich größere Mengen Abfallstoffe an. Gibt es nicht genug Nährstoffe und Sauerstoff in den Muskeln und werden die Abfallstoffe nicht abtransportiert, werden die Gelenke und Muskeln ”falsch ernährt”, das Infektionsrisiko steigt und die Verspannungen können auf andere Bereiche übergreifen. Beispielsweise können zu große Verspannung im Nacken zu Schmerzen im Kopf und im Nierenbereich führen. Zu starke Verspannungen im Nierenbereich widerum können Schmerzen in den Beinen usw. Verursachen. Verstärkt werden die Schmerzen noch weiter durch Stress und den Druck, Termine einzuhalten usw.
Training und Übungen können die Schmerzen und andere Folgen der falschen Arbeitshaltung verringern – und Sie profitieren von Ihrem Einsatz kurz- und langfristig. Sofort nach dem Training können Sie die positiven Folgen für Ihren Körper spüren – langfristig ist das ebenso, denn Sie verbesseren Ihre Form. Das bedeutet, dass Sie besser sitzen, stehen und gehen können, was Schmerzen und Verspannungen vermindert.
Wenn Sie zu erschöpft sind, um nach einem Tag im Büro zu trainieren, dann können Sie auch Ihre Arbeitszeit nutzen, um in eine bessere Form zu kommen, Ihre Schmerzen klein zu halten oder gar zu vermindern.
Die so genannten ”Powernaps” sind sehr beliebt, um wieder zu Energie zu kommen und den Arbeitsalltag zu überstehen, aber Bewegung versorgt Sie ebenfalls mit Energie und ist gesund für den gesamten Körper.
Wenn Sie zu denjenigen gehören, die jeden Tag acht Stunden sitzen, dann braucht Ihr Körper die folgenden Übungen ein Mal am Tag. Damit sorgen Sie für neue Energie und strecken die Muskeln, die beim Sitzen angespannt sind. Darüber hinaus sinkt Ihr Stressniveau, da das Gehirn sich eine ”Auszeit” während der Übungen nehmen kann.
Venenpumpen-Übung – hilft gegen schwere Beine
Stellen Sie sich mit den Beinen leicht auseinander hin. Drücken Sie Ihren Körper auf den Zehen nach oben. Bleiben Sie so stehen, während Sie bis zwei zählen und lassen Sie sich danach auf den ganzen Fuß ”zurückfallen”. Wiederholen Sie die Übung fünf Mal.
Zweck: Sorgt für mehr Durchblutung und effektiveren Schadstoffabbau.
Starke Beine
Stellen Sie sich mit den Beinen hüftweit auseinander vor Ihren Bürostuhl. Ziehen Sie Ihren Bauch ein und heben Sie Ihre Brust leicht nach vorne. Setzen Sie sich und erheben Sie sich mit geradem Rücken vom Stuhl. Ziehen Sie Ihren Bauch ein und heben Sie Ihre Brust leicht nach vorne.
Zweck: Stärkt Bein- und Gesäßmuskulatur, verbessert die Blutzirkulation in den Beinen, dem Gesäß und der unteren Rückenpartie.
Streck-Übung für den Rücken und die Bauchmuskulatur
Stellen Sie die Rückenlehne Ihres Bürostuhls so ein, dass sie nach hinten wippen kann. Lehnen Sie sich auf dem Stuhl zurück und beugen Sie Ihren Rücken. Ziehen Sie Ihren Arm über Ihren Kopf. Schauen Sie nach hinten und atmen Sie ein paar Mal tief ein. Haten Sie die Position so lange sie für Sie angenehm ist und lehnen Sie sich dann nach vorne und setzen Sie sich wieder gerade hin. Wiederholen Sie die Übung fünf Mal. Wenn Sie nicht daran gewöhnt sind, Ihren Rücke auf diese Art zu strecken, kann es ein wenig weh tun oder Ihnen wird in wenig schwindelig. Das bessert sich, je öfter Sie die Übung machen, aber denken Sie daran, auf die Wanrsignale des Körpers zu hören und nicht zu stark zu drücken.
Zweck: Streckt die Bauch- und Brustmuskulatur und die obere Rückenpartie. Verbessert die Sauer- und Nährstoffversorgung der Wirbelsäule.
Lockerung der oberen Rückenpartie
Stellen Sie sich mit den Füßen schulterweit auseinander. Heben Sie die Ellenbogen auf Brusthöhe und drücken Sie sie gegeneinander. Atmen Sie tief ein, während Sie Ihre Ellenbogen in Richtung Decke – stets zusammengedrückt – anheben. Wenn Sie Ihre Ellenbogen nicht mehr zusammendrücken können, lassen Sie die Arme zur Seite nach unten absinken und atmen Sie dabei aus. Wiederholen Sie die Übung fünf Mal.
Zweck: Entspannt die Muskeln der oberen Rückenpartie.
Streck-Übung für die vordere Schulter und Brustpartie sowie Strecken der Wirbelsäule
Legen Sie Ihre Hände etwa schulterweit auseinander auf die Rückenlehne eines Stuhls oder auf die Kante eines Tisches. Stellen Sie sich etwa einen Meter vor den Tisch bzw. Stuhl. Lehnen Sie sich nach vorne, so dass Ihre Hüft gebeugt ist. Ziehen Sie Ihren Bauchnabel Richtung Wirbelsäule ein, um die Wirbelsäule abzustützen. Halten Sie diese Position für 10-20 Sekunden, während Sie ein paar Mal tief ein- und ausatmen.
Zweck: Streckt die Wirbelsäule, die oberen Muskelpartien des Rückens und die Waden.
Venenpumpen-Übung für Nacken und Schultern
Setzen Sie sich auf einen Stuhl, ohne sich an die Rückenlehne zu lehnen. Halten Sie Ihren Rücken gerade. Heben Sie die Schultern bis zu Ihren Ohren und atmen Sie ein. Halten Sie die Schultern oben und den Atem an, während Sie bis fünf zählen. Lassen Sie Ihre Schultern fallen, während Sie wieder ausatmen.
Zweck: Verbessert die Blutzirkulation und transportiert Abfallstoffe effektiv ab.
Streck-Übung für die Nackenmuskeln
Setzen oder stellen Sie sich mit geradem Rücken hin. Lassen Sie Ihren Kopf zu einer Seite schräg nach unten absinken. Legen Sie eine Hand auf den Kopf und verstärken Sie das Strecken. Halten Sie diese Position für 10-20 Sekunden und wiederholen Sie die Übung mit der anderen Seite.
Zweck: Streckt Nacken- und Halsmuskeln. Vermindert Verspannung des Halses und der Nackenpartie.
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