Hmmm ... ihr wisst schon, wie das ist ... dieser süße Geschmack im Mund, der die Sinne anregt. Ein Stück, zwei ... ach, noch eins ... vier – und schneller, als man “M&Ms” sagen kann, ist die Tüte mit Süßigkeiten auch schon leer.
Wir essen wirklich viel Zucker. Nach einem Bericht der dänischen Veterenär- und Lebensmittelbehörde konsumiert z. B. ein Däne jedes Jahr 42 kg Zucker – das ist wirklich viel! Dabei bemerken wir viel davon nicht einmal, weil Zucker in sehr vielen Lebensmitteln versteckt ist. Versteckter Zucker findet sich hinter Namen wie Laktose (Milchzucker), Fruktose (Fruchtzucker), Invertzucker (Sirup), Maltose, Traubenzucker (Dextrose), Glukosesirup usw. - deshalb erkennen wir den großen Zuckergehalt oft nicht. Es überrascht kaum, dass z. B. Schokolade einen großen Zuckeranteil besitzt, aber nur wenige erkennen, dass z. B. Ketchup noch mehr Zucker enthält!
Wenn Du zu denen gehörst, die ihren Zuckerkonsum zu senken versucht haben, weißt Du, wie unglaublich schwer das sein kann; nicht nur, weil man oft vor der schwierigen Suche nach Nahrungsmitteln steht, die wirklich keinen Zucker beinhalten, sondern weil viele von uns körperlich abhängig vom weißen Gift namens Zucker sind. Und es ist ein Gift, das ist sicher! Studien haben ergeben, dass Zucker so abhängig macht wie Drogen oder Nikotin, so dass es viel Geduld, Energie und Kraft erfordert, die Abhängigkeit wieder los zu werden. Isst man etwas mit viel Zucker (Eiscreme, Süßigkeiten, Limonaden, Weißbrot usw.), dann schnellt der Blutzuckerspiegel nach oben und der Körper schüttet Insulin aus, um den Zucker (Glukose) durch den Körper und in ale Zellen zu transpotieren. So kann der Zucker aufgenommen und in Energie umgewandelt werden. Einiges an Glukose kann in den Muskeln oder der Leber gelagert werden, aber wenn der Insulinspiegel zu hoch ist, wird die Glukose statt dessen in Fettdepots gelagert, was dann auf lange Sicht zu Übergewicht und Fettleibigkeit führen kann.
Zusätzlich zu diesem unglücklichen Mechanismus ist es wichtig zu wissen, dass man in der Folge eines solchen schnellen Blutzuckeranstiegs auf einen noch niedrigen Spiegel fällt, als vor dem Essen. Deshalb verspürt man bald Lust auf noch mehr süße Sachen und gerät deshalb leicht in einen Teufelskreis, in dem der Blutzuckerspiegel dauernd Achterbahn fährt. Das wird den Körper aus der Balance bringen, die Zellen werden Probleme haben, das zur Hilfe der Glukose im Körper zirkulierende Insulin aufzunehmen und eine “Insulin-Flut” ist die Folge. Dieser Prozess kann sogar zur Entwicklung einer Typ-2-Diabetes führen.
Andere ngeative Folgen einer übermäßigen Zuckeraufnahme sind unter anderem:
- Hyperaktivität und Konzentrationsschwierigkeiten bei Kindern.
- Geschwächte Immunabwehr.
- Depressionen.
- Pilzinfektionen.
- Arterienverhärtung und Herzkreislauf-Probleme.
- Kopfschmerzen und Migräne.
- Schnellere Alterung des Körpers.
Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, den Zuckerkonsum einzuschränken. Alles in allem hat weißer Zucker sehr negative Folgen für unseren Körper. Er vermindert die Aufnahme wichtiger Vitamine und Mineralien durch den Körper und das führt unter anderem zu einer Schwächung der Knochen und – schlimmstenfalls – zu Osteoporose. Zusätzlich – wie wir alle wissen – ist Zucker die Ursache für zahnzesetzende Karies.
Auch wenn es unmöglich erscheint, alles weiße Gift aus der Ernährung zu verbannen, sollte man es trotzdem einmal versuchen – es ist nie zu spät.
Wenn man bereits z. B. mit einer Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden ist, kann man den Schaden trotzdem bis zu einem gewissen Grad wieder reparieren. Weniger Zuckerkonsum führt zu weniger Insulinausschüttung und stärkt die Fähigkeit der Zellen, Insulin aufzunehmen und somit die eigene Situation zu verbessern.
Also: nicht nach dem ersten Versuch aufgeben! Noch einmal darüber nachdenken – es könnte einen weiteren Versuch wert sein!
Quelle: "The self-healing human" – Susanna Ehdin
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